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RICCARDO TONETTI

Ein Botschafter auf schnellen Skiern

Die achte Saison in Folge unterstützt die Schnalstaler Gletscherbahn Riccardo Tonetti. Der 30-jährige Bozner mit abgeschlossenem Studium der Wirtschaftswissenschaften ist Mitglied der Fiamme Gialle. Er startet im Alpinen Ski Weltcup im Riesentorlauf, im Spezialslalom, im Super G und in der Alpinen Kombination.

 

Im Interview mit Riccardo Tonetti...

Deine 10. Weltcup-Saison ist zu Ende, wie geht es dir?

Gesundheitlich geht es mir gut. Mit der Saison bin ich nicht ganz zufrieden, es war sehr schwierig für mich. Bei manchen Rennen war ich im ersten Lauf sehr gut, habe es dann aber beim zweiten Lauf nicht ins Ziel geschafft, bzw. nur mit großen Fehlern. Deshalb und aufgrund Quotenregelung ist sich eine Olympia Qualifizierung heuer leider nicht ausgegangen. Nichtsdestotrotz schaue ich nach vorne und werde in der nächsten Saison wieder attackieren.

Die letzte Saison hat gezeigt, dass der Erfolg oft am sprichwörtlichen seidenen Faden hängt. Wie geht man mit solchen Niederlagen und Entscheidungen um?

Eine Niederlage ist zwar immer schwierig hinzunehmen, ich versuche aber immer positiv nach vorne zu blicken. Ich nehme das beste aus den Rennen mit und lass es bei den nächsten miteinfließen.

Wie motiviert man sich immer wieder? Was ist dein Geheimnis?

Wenn ich zurückblicke, bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinen Erfolgen, die ich in Vergangenheit erzielt habe. Durfte das Leben als Athlet wirklich auskosten und habe dies auch sehr genossen. Habe meine Zukunftsziele klar vor Augen und werde alles geben, damit noch ein paar Platzierungen zu den obenstehenden dazukommen.  

Gehst du jetzt von Saison zu Saison oder hast du noch ein langfristiges sportliches Ziel? Olympia 2026 ein Thema?

Olympia ist für mich seit Kindheit an, ein großer Traum. Habe mir den Traum erfüllt und konnte ja 2018 bereits dabei sein. Am Anfang war ich sogar auf Medaillenkurs, die Leistung hat aber am Ende doch nicht gereicht. Heuer konnte ich leider nicht dabei sein, deshalb spielt Olympia 2026 eine große Rolle für mich. Wenn die Resultate passen und ich körperlich fit bin, wäre ich dort natürlich gerne dabei.

Du bist Botschafter der Alpin Arena Schnals und kennst das Skigebiet seit deiner Kindheit. Wie siehst du die Entwicklung und was macht das Schnalstal für dich aus?

Ich bin schon seit ein paar Jahren Botschafter und trainiere eigentlich schon seit Kindheit an am Schnalstaler Gletscher. Mit der Leo Gurschler Piste hat man auch für Nationalmannschaften und Profi Sportler super Trainingsmöglichkeiten anzubieten, perfekt für die Vorbereitung auf Sölden.

Was macht der Riccardo, wenn er nicht auf den Skiern unterwegs ist?

Wenn ich nicht mit den Skiern unterwegs bin, kümmere ich mich um meine zwei kleinen Kinder, versuche dann viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. In meiner Freizeit gehe ich auch gerne Radfahren oder spiele Tennis, als Südtiroler ist man natürlich auch gern in den Bergen unterwegs. 

Deine Kinder sind 1 und 4 Jahre alt. Welchen Rat gibst du ihnen, wenn sie auch Profisportler werden möchten?

Meinen Kindern würde ich den Rat geben mehrere Sportarten auszuprobieren. Wenn man viel gesehen hat, kann man erst entscheiden, was einen am besten gefällt. Man muss zielstrebig sein und hart arbeiten aber immer auch Spaß am Sport und ein kleines Quäntchen Glück haben, wenn man langfristig Erfolg haben möchte.

Riccardos Tipp: Was muss man in der Alpin Arena Schnals gesehen und erlebt haben?

Als Sportler sollte man auf jedenfall die Leo Gurschler ausprobieren. Die Steilheit und Schneebedingungen passen immer gut. Generell sollte jeder einmal mit der Bahn hochfahren und das Panorama von der Aussichtsplattform Iceman Ötzi Peak genießen, diese Möglichkeit hat man nicht an vielen Orten.

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