Marienwallfahrtsweg im Schnalstal in Südtirol
Wallfahrtsweg Unser Frau
Südlich von Unser Frau führt ein Pilgerweg zur Wallfahrtskirche. Er beginnt bei der
Sportzone Texel beim nahe gelegenen Wald. Ein Schild, angebracht an einem
Stein und daneben eine
Holzsäule mit der Jahreszahl 1999 weisen hin auf den
Wegbeginn.

Der Weg führt südwestlich in den
Lärchenwald hinein und biegt bei der zweiten Station Richtung Norden ab, immer durch den Lärchenwald führend, einmal über Holzstufen etwas aufwärts, vorbei an einem
Trinkbrunnen und am
Wasserfall des Mastaunbaches - hin zur
Kirche.
Die
Gehzeit beträgt ca 45 Minuten. Wer jedoch bei den
5 Stationen innehält und betend dort verweilt, wird insgesamt ca 90 Minuten brauchen. Eine
Broschüre mit Gebetsvorlagen ist am Wegbeginn erhältlich.
1. Station
Kopie des
Gnadenbildnisses aus der Wallfahrtskirche (geschnitzt von Alois Rainer)
Maria sitzt auf einem Thron, hält mit der linken Hand das Kind und auf der rechten Hand trägt sie die Weltkugel; das Jesuskind selbst hebt segnend die rechte Hand empor.
In die Holzsäule eingeschnitzt ist die Fürbitte:
Gnadenmutter Maria von Schnals, bitte für uns.
2. Station
Mariä Verkündigung (geschnitzt von Tappeiner Josef, Tisn): Maria, dargestellt in einem Raum, vor ihr ein Wasserbehälter, blickt erschrocken und doch voll Erwartung zugleich zum Fenster; ein Lichtstrahl, anstelle des üblichen Engels, trifft sie.
In einfachster Form und doch das Geschehen der Verkündigung darstellend spricht Maria:
“Mir geschehe nach deinem Wort.”
3. Station
Bethlehem (wiederum geschnitzt von Alois Rainer). Der Stern im Hintergrund weist zunächst hin auf Weihnachten.
In der üblichen
Bethlehem-Darstellung finden wir das Jesuskind immer in der Krippe, anders hier: Maria hält das Kind auf ihrem Schoß,
Josef zeigt hin auf ein ungewöhnliches Ereignis, das später die
Hirten verkünden werden:
“Euch ist der Retter geboren, Christus, der Herr”.
4.Station
Pietà (geschnitzt von Josef Santer, Oberraindl)
Maria hält ihren toten Sohn und unseren Erlöser auf ihrem Schoß. Die Voraussage Simeons wird harte Wirklichkeit: “Ein Schwert wird dir durch die Seele dringen“.
Aus Maria spricht aber nicht das Ende, sondern
unerschütterliches Vertrauen auf Gott, der selbst im schwersten Kreuz nur Heil für den Menschen will.
5. Station
Maria mit Aposteln und Frauen (Apg 1,14): Sie verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit Maria, der Mutter Jesu... (geschnitzt von Ulrich Santer, Guflgond)
Die unsichere Situation vor
Pfingsten (Hl. Geist im Hintergrund) wird treffend dargestellt: Menschen in nachdenklicher Haltung, vor allem aber betend und glaubend.
Es möge dies ein Zeichen von gemeinsamer vertrauensvoller Haltung vor Gott sein, gerade in schweren Stunden.
6. Station
ist die
Wallfahrtskirche selbst bzw das Innere der Kirche mit dem
Mutter-
gottesaltar, darin die
Marienstatue in einer
Monstranz aufbewahrt wird.
Weitere Informationen unter
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