Das Schnalstal liegt auf der
Südseite der Alpen und wird vom
milden südlichen Klima beeinflusst. Der beste Beweis für das milde Südklima ist die weltbekannte
Kurstadt Meran, eine
mediterrane Insel im Herzen der Alpen, die nur
30 Fahrminuten vom Schnalstal entfernt ist.
Niederschläge
Das Schnalstal zählt zu den
niederschlagsärmeren Gebieten. So fallen jährlich nur durchschnittlich 629 mm Niederschlag. Der Saldur- und der Schnalser Kamm greifen hoch in die von West und Nordwest heranziehenden Wolken und fangen den Regen schon an den äußeren, den West- und Nordflanken ab. Durch die
begünstigte Lage südlich des Alpenhauptkammes ist im Sommer bei einer Gipfelwanderung nicht selten zu sehen, dass im Schnalstal die Sonne scheint, während Wolken und Nebel über Nordtirol und der Schweiz hängen. Wenn aber bei einem Tiefdruckkern über Norditalien die Ost- und Südostwinde den Regen direkt ins Tal hineintreiben, dann ist es eben umgekehrt. Dann regnen oder schneien sich die Wolken an den eigenen Hängen des Saldur- und des Schnalser Kammes ab.
Schnee
Die winterlichen Schneeverhältnisse des Tales sind örtlich sehr verschieden. Hier stimmt die bekannte Regel: je höher die Lage, um so höher die Schneedecke. Daher befindet sich das
Skigebiet im oberen Schnalstal und auf dem
Hochjochgletscher, wo das Ski- und Langlaufen während des ganzen Jahres möglich ist.
Temperaturen
Die
Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer sind
recht gering. In der auf 1500 Meter gelegenen Ortschaft Unser Frau beträgt die Durchschnittstemperatur im Januar -2,7 °C. Das ist trotz der Höhenlage nur unwesentlich kälter als die mittlere Januar-Temperatur von München (-2,3 °C).
Im Sommer wird es bei weitem nicht so heiß wie in anderen Gebieten, in denen Kontinentalklima vorherrscht (mittlere Juli-Temperatur in Unser Frau 13,5 °C).