Die Historie eines Skigebietes in Südtirol
Geschichte der Schnalstaler Gletscherbahnen AG
1951: Gründung
Ski-Club Schnalstal – Aufschwung des Skisports im Schnalstal. Die ersten Skitouristen kamen bereits nach dem Weltkrieg ins Tal.
1956-64: Entstehung der
ersten Liftanlagen in Schnals: ein Lift in Karthaus, je ein Lift in Unser Frau und Kurzras. Aus Schneemangel konnten diese aber nicht immer in Betrieb genommen werden.
1967: Gründung der
ersten Skischule Schnalstal.
Anfang der 60er Jahre hatte bereits eine kleine junge Gruppe von Unternehmern die Absicht ein
Ski- gebiet im Schnalstal zu errichten und gründete eine Gesellschaft mit ersten Plänen. Damals war das Skigebiet oberhalb der Gerstgrashöfe im unteren Kurzras geplant.
Der draufgängerische, tüchtige
Jungbauer Leo Gurschler vom Kurzhof in Kurzras hatte auch seine Vorstellung von einem Skigebiet im hinteren Kurzras, wo er dann auch seine Lifte baute. Das heutige „Sporthotel“ in Kurzras existierte zu dieser Zeit bereits. Seine Vision war den
Hochjochferner als Gletscherskigebiet zu erschließen.
1968: Einweihung des Lazaunliftes in Kurzras.
1970: Einweihung des Glockenliftes in Kurzras.
Leo Gurschler hatte für sein Projekt damals zwei Partner, den Bürger- meister
Johann Rainer und den Vizebürgermeister
Richard Grüner. Zusammen wollte man die Idee verwirklichen und so den erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung ins Tal holen.
13. Juni 1972: Zusammentreffen von Politikern und Sachverständigen aus Süd- und Nordtirol, um über das Projekt von Leo Gurschler zu diskutieren. Die Kommission der Fachleute gab ein positives Gutachten ab.
3. Juli 1972: Vorbereitung zur Gründung einer Aktiengesellschaft.
6. Juli 1972: Offizielle Gründungs- versammlung der „
Gletscherbahn AG Schnalstal“. Die Aktionäre kamen aus dem Raum Meran und Vinschgau, Leo Gurschler beteiligte sich aber an ca. der Hälfte des Kapitals. Der Beteiligung des Aktienkapitals entsprach die Zusammensetzung des ersten Verwaltungsrates und Aufsichtsrates.
Mai-Juni 1972: Vermessungsarbeiten am Grawand von Leo Gurschler und seinen Technikern,
Ing. Hubert Zuegg und
Dr. Ing. Diemtar Pohl.
August 1972: Leos
abenteuerliche Baggerfahrt auf die Grawand (3.212 m ü. M.)
Frühjahr 1973: Bau der Materialseilbahn auf die Grawand, Bauarbeiten an Bergstation beginnen.
1974: Bau der Mittelstütze, sowie der Tal- und Bergstation. Errichtung der Schlepplifte am Gletscher.
Januar 1974: Organisatorisch aufwendiger und risikoreicher Transport der vier Tragseile.
Frühjahr 1973: Bau der Materialseilbahn auf die Grawand, Bauarbeiten an Bergstation beginnen.
1974: Bau der Mittelstütze, sowie der Tal- und Bergstation. Errichtung der Schlepplifte am Gletscher.
Januar 1974: Organisatorisch aufwendiger und risikoreicher Transport der vier Tragseile.
12. Juli 1975: Eröffnung der Schnalstaler Gletscherbahnen mit Jungfernfahrt der Seilbahn.
Weitere Etappen – Entwicklung des Betriebes:
1974: Zweite Abfahrtsstrecke von der Lazaun Alm wurde errichtet.
1977: Baubeginn des Sportdorfes Kurzras.
1977: Bau des Gletscherseeliftes 1.
1979: Der alte Lazaun Skilift wurde mit einem Doppelsessellift ersetzt. Der Glockenlift wurde verdoppelt, später wurde auch der Final-Lift verdoppelt
April 1979: Eröffnung der neuen Hotelanlagen.
1986: Errichtung eines Wasserkraftwerkes.
1988: Erneuerung der Elektronik der Seilbahn.
1991: Bau des Hintereis Sessellifts.
1995: Erneuerung der Grawand-Schlepplifte durch einen modernen Vierersessellift - 20-Jahres-Revision der Seilbahn.
1998: Bau der Kanalisierung von der Bergstation nach Kurzras einfügen.
2001: Errichtung des modernen, kuppelbaren Vierer-Sessellifts zum Teufelsegg.
2002: Errichtung des modernen, kuppelbaren Vierer-Sessellifts zum Roten Kofel. Erneuerung der Seilbahnkabinen.
2004: Bau der Teufelsegghütte.
2003: Modernisierung der Zimmer im Berghotel Grawand
2004: Bau der Teufelsegghütte.
2004: Automatisierung der Beschneiungsanlage am Glockenlift.
2004: Umbau der Talstation inkl. der Verwaltungsräume.
2005: Bau der Beschneiungsanlage Talabfahrt, Verbesserung und Verbreiterung der Talabfahrt.
2008: Bau eines Blockheizkraftwerkes, das mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird.