Anspruchsvolle Gletschertour Ausgangspunkt: In das Schnalstal bis nachVernagt1.700 m am gleichnamigen Stausee (Parkplatz direkt nach der Staumauer). Aufstieg: Vom Staudamm in Vernagt über den Fahrweg hoch zum Tiesenhof 1.814m führt. Von hier führt der archäologische Weg Nr.2, zunächst über Wiesen, dann über einen kurzen Waldgürtel in das Tiesental. Der in angenehmer Steigung immer nach Norden führende Weg wird erst im letzten Abschnitt steiler, wo er dann über felsiges Gelände zur Similaunhütte 3.019 m hochführt.
Von der Similaunhütte über den Gletscher umgehen wir nordöstlich den Felskopf, der sich mitten im Niederjochferner befindet und steigen dann östlich zum Sattel 3.100 m gleich südlich des Hauptgipfels des Marzellkammes 3.147m auf. Großartig ist von hier der Blick zu Similaun, Marzell Spitze und Hintere Schwärze. Vom Kamm steigen wir in Serpentinen über einen steilen Felshang nach Osten zum Marzellferner auf ca. 2.900 m ab. Wir steigen über diesen östlich in Richtung der auffallenden Nordwand der Hinteren Schwärze auf, wobei wir auf dem spaltenreichen Gletscher sehr vorsichtig sein müssen. Im flacheren Kessel auf etwa 3.150 m steigen wir rechts (südlich) hoch zum steilen Westgrat der uns zum Gipfel führt. Bei ungünstigen Verhältnissen kann dieser letzte Abschnitt sehr heikel und gefährlich sein und es wird empfohlen anständig zu sichern. Großartig ist der Rundblick vom Gipfel zu den umliegenden Ötztaler Gipfeln. Abstieg längs der Aufstiegsroute. Man kann auch über den Marzellferner direkt zur Martin-Busch-Hütte absteigen. Aufstiegszeit: Zur Similaunhütte 3 Std. - von der Hütte zum Gipfel. 5 Std. Höhenunterschied: Vernagt - Similaunhütte: 1.300 m, Similaunhütte - Gipfel: 100 + 700 und weitere 200 m Gegenaufstieg beim Abstieg. Hinweise/Schwierigkeiten: Mächtige Tour auf der Nordseite des Grenzkammes, die nur bei sicheren Wetterverhältnissen zu unternehmen ist. Der stark zerklüftete Gletscher kann nur am Seil begangen werden. Volle Gletscherausrüstung erforderlich.
Beste Zeit: Juli-September. Karte: Tabacco Schnalstal 1:25000 Nr.04 - Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52
Similaun - 3.606 m
Zwischen Schnals- und Ötztal
Ausgangspunkt:Vernagt 1.711m im Schnalstal Schutzhütten: Similaunhütte 3.017 m
Aufstieg zur Similaunhütte: Von Vernagt 1.711m (Parkplatz) im Schnalstal zum Tisenhof 1.814 m und über Steig Nr. 2 durch das lange Tisental, zunächst über sanfte Almweiden, dann ab ca. 2.600 m steiler hoch zur Hütte. Gipfelaufstieg: Von der Similaunhütte führen Steigspuren nach SO zum Einstieg auf den Niederjochferner. Zunächst über diesen in mäßiger Steigung östlich hoch, dann rechts (südlich) zum felsigen Westgrat des Similaun. Am Grat weiter, zuerst über Felsen, dann über einen mäßig steilen Firngrat, zum Gipfel. Hinweise/Schwierigkeiten: Es handelt sich um eine Gletschertour, die natürlich die dazu erforderliche Ausrüstung verlangt. Der Gletscher ist spaltenreich und erfordert Vorsicht - Seil absolut erforderlich! Höhenunterschiede und Aufstiegszeiten: Vernagt - Similaunhütte 3,5 Std. - 1.300 Höhenmeter; Similaunhütte-Similaun 2 Std. - 600 Höhenmeter. Karte: Tabacco Schnalstal 1:25.000 Nr.04 - Alpenvereinskarte Ötztaler Alpen 1:25.000 Blatt 30/1 und Blatt 30/2 - Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52
Stolzer Ötztaler Gipfel
Ausgangspunkt: Im Schnalstal zwischen Katharinaberg und Karthaus rechts über eine schmale, aber gute Straße in das Pfossental, bis zum schönen Schnalser Hof Vorderkaser 1.693 m am Talende. Parkplatz. Hier beginnt der Naturpark Texelgruppe. Aufstieg: Von Vorderkaser 1.693 m führt ein gemütlicher Güterweg in nordöstliche Richtung weiter. Ab Mitterkaser 1.953 m geht es dann östlich sanft weiter bis zum Eishof 2.071 m (Sommerwirtschaft, einst die höchste Dauersiedlung der Ostalpen). Der Weg zieht in angenehmer Steigung immer östlich weiter bis zum Eisjöchl 2.908 m, dem Übergang nach Pfelders im Passeiertal. Die neu erbaute Stettinerhütte 2.875 m liegt etwas östlicher auf einer prächtigen Erhebung, eingebettet in einer bezaubernden Bergkulisse.
Von der Hütte zieht der markierte Steig gleich nördlich hoch, zunächst über leichtes Gehgelände, dann über die Südostflanke etwas ausgesetzter und steiler hoch Richtung Gletscherreste des Langtalferners auf der Schulter rechts (östlich) des Gipfels. Von diesem Sattel, der erstmals den Blick nach Norden zu den vergletscherten Bergen der Ötztaler freigibt, über steiles Felsgelände (an zwei Stellen sind Stahlseile bzw. Ketten angebracht) hoch zum aussichtsreichen Gipfel. Höhenunterschiede und Aufstiegszeiten: Vorderkaser - Stettinerhütte: 4 Std. 1200 hM; Stettinerhütte - Gipfel: 2 Std. 600 hM Hinweise/Schwierigkeiten: Wegen des hohen Höhenunterschiedes wird eine Übernachtung auf der Stettinerhütte empfohlen. Es handelt sich zwar um eine fast gletscherfreie Tour, doch bei ungünstigen Verhältnissen (Firn oder Eis) ist Vorsicht geboten und entsprechende Ausrüstung wird erforderlich. Im oberen Teil braucht es Trittsicherheit. Steigeisen sind zwar in der Regel nicht erforderlich, doch die kurze Gletscherquerung am Sattel, bzw. bei Eis oder Neuschnee, sind sie sehr hilfreich. Karte: Tabacco Schnalstal 1:25.000 Nr.04 - Tabacco Meran und Umgebung 1:25.000 Nr.011 - Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52